Bericht von Ursula Schröer
Im November 2011 ging es für den Sonntagsausflug ins benachbarte Bundesland Rheinland-Pfalz: Der Besuch des Mainzer Doms sowie die Teilnahme an einem Vespergottesdienst standen auf dem Programm.
Am Volkstrauertag fuhren wir nach Mainz, um den Dom zu besichtigen. An diesem Tag wurde das Hochfest des hl. Martinus, dem Namensgeber des Doms, gefeiert. Wir konnten daher an einem besonders feierlich gestalteten Gottesdienst teilnehmen, der von einem Weihbischof geleitet und musikalisch nicht nur durch die wunderbare Orgel sondern auch durch die Domkantorei begleitet wurde.
„Domschweizer“, deren Aufgabe es ist, im Kirchengebäude für Ruhe und Ordnung zu sorgen, begleiteten in ihren historischen Uniformen den liturgischen Ein- und Auszug.
Dieser Gottesdienst war für uns ein besonderes Erlebnis, hat uns aber auch gezeigt, dass wir sehr wenig darüber wissen, wie unsere katholischen Mitgläubigen heute ihren Glauben leben. Für uns Protestanten war einiges in der Liturgie unverständlich, so dass wir uns für manche Handlung eine Erklärung gewünscht hätten.
Die Führung durch den 1000-jährigen Dom führte uns dann wieder in die Realität zurück. Wir haben viel gehört über die Geschichte und die Kunstschätze des Doms, die Grabstätten und Grabplatten mit ihren wunderbaren Steinmetzarbeiten. Nicht zuletzt hat uns die Orgel mit ihren fast 8000 Pfeifen imponiert, die sowohl im West- und Ostchor als auch im Querhaus verteilt sind und von verschiedenen Spieltischen bedient werden können.
Nachdem wir den Dom dann leider um 17.00 Uhr verlassen mussten, steuerten wir eine der gemütlichen Weinstuben an, in der wir bei einem guten Schoppen den Tag ausklingen lassen konnten.